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Nächster Halt: Hamburg.

Aktualisiert: 7. Juli

Wenn Anna van den Hövel über ihre Arbeit spricht, spricht sie selten über Motive. Stattdessen erzählt sie von Orten und Materialien. Von Vulkanlandschaften, vom Licht, von den Alpen oder von den Straßen einer Großstadt. Ihre Bil-der entstehen aus dem Versuch, Erfahrungen festzuhal-ten, bevor sie zu Erinnerungen werden. Man könnte sagen, Anna van den Hövel bewegt sich wie eine aufmerksame Chronistin durch die Welt. Was ihr begegnet, verschwin-det nicht einfach wieder. Menschen und Momente werden gespeichert und tauchen später auf ihren Leinwänden erneut auf.


Zuletzt waren ihre Werke in Mexiko zu sehen. Entstanden während längerer Aufenthalte in Mexiko-Stadt und Reisen durch verschiedene Regionen des Landes, kreisen die Arbeiten um die Frage, was ein Ort in uns hinterlässt.


Von ihren Reisen bringt die Künstlerin oftmals mehr mit zurück als Fotografien oder Skizzen. Erde, Staub, Gestein und andere Fundstücke werden Teil der Malerei. Sie verän-dern die Arbeiten von innen heraus. Die Bilder speichern Erfahrungen, überlagern sie, lassen sie wieder verschwin-den und neu auftauchen. Ihre Oberflächen wirken dabei wie Landschaften eigener Art. Sie werden geformt durch Zeit und Bewegung, Material und Malerei.


Vielleicht hängt diese Arbeitsweise auch mit ihrer eigenen Biografie zusammen. Aufgewachsen zwischen Menorca, den österreichischen Alpen und München, entwickelte Anna van den Hövel früh ein Gespür für die Eigenheiten unterschiedlicher Landschaften und Kulturen. Bis heute beschäftigt sie sich mit der Frage, wie Umgebung unser Denken und Fühlen beeinflusst. Heimat erscheint dabei weniger als geografischer Ort als ein Moment der Verbundenheit.


Wer ihre Arbeiten betrachtet, begegnet deshalb nicht nur Farbe und Form, sondern insbesondere eine Vielzahl von Spuren. Sie erzählen nicht, wo man gewesen ist. Sie erzäh-len davon, was von einem Ort geblieben ist.


Nach Ausstellungen in Europa, Nordamerika, China and Südafrika führt Anna van den Hövels Weg Ende des Jahres zu uns in die HafenCity.




Die Künstlerin Anna van den Hövel in ihrem Atelier.

 
 
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